Abschied von Bolivien

Unser letzter Tag in Bolivien begann wieder früh morgens als wir im Jeep vorbei an den Badegästen des Hostels fuhren die sich in dem von Vulkanen gewärmten Wasser für den kommenden Tag erholten.

Der Vormittag führte uns durch die Ausläufer des Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa vorbei an Dünen zu unserem letzten größeren Halt vor der Grenze nach Chile…

 

… der Grünen Lagune und der Weißen Lagune. Leider wollten die beiden Lagunen für uns nicht das großartige Farbenspiel auspacken, das man auf Wikipedia sieht, aber wir haben trotzdem ein paar Fotos gemacht. 🙂

Besonders haben die vielen Felsen und Gesteinsformationen zu extravagante Posen eingeladen.

     

Danach ging es dann auch schon zum Grenzübergang in Bolivien wo wir von unserem Jeep in einen Bus umstiegen.

Beim Grenzübergang wurde es dann noch einmal spannend da man auf chilenischer Seite kein Obst und keine Getreidewaren einführen durfte. Es wurden also auf der chilenischen Seite der Grenze noch hastig von uns und anderen Leuten in unserem Bus, Äpfel, Kekse und anderer Proviant verzehrt um nur ja nicht an der Grenze festzuhängen.

Es war dann allerdings nur halb so schlimm und wir konnten nach knapp zwei Stunden Wartezeit tatsächlich in Chile einreisen.

Flamingos und Lagunen

Der zweite Tag der Wüsten-Tour begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang mit dem wir auch von unserem Hostel aufbrachen.

Dieser Tag war von den ewigen Weiten der Bolivianischen Wüstenlandschaft geprägt. Kilometer um Kilometer die nur von gelegentlichen Lamas unterbrochen wurden die an Büschen oder Grünflächen herumkauten die sich überall dort bilden wo es Wasser gibt.

 

 

Gut nicht nur Lamas auch die gelegentlichen Kakteen und Felsformationen haben das Landschaftsbild unterbrochen.

   

Unser erstes Ziel des Tages war die Laguna Charcota, wo wir unsere ersten wild lebenden Flamingos gesehen haben,…

…und feststellten dass die moderne Technik auch hier bereits zugeschlagen hat und bereits wieder abgeschafft wurde. So, oder so ähnlich lässt uns zumindest das Drohnen-Verbots-Schild vermuten.

Wir konnten sogar ein paar Bilder von dern Flamingos aus der Nähe schießen, bevor wir uns mit unserer Gruppe zum Mittagessen getroffen haben.

Mittagessen:

Frisch gestärkt hatten wir noch einmal Gelegenheit, Bilder von der Laguna zu machen bevor es weiter ging.

Und zwar weiter in die Wüste. Dieses Mal eine Sandwüste die nur in der Ferne von Bergen begrenzt wurde.

Wir haben auch von der weniger bekannten lokalen Tierwelt etwas zu Gesicht bekommen. Das hier sind zum Beispiel Viscachas….

und diese hier heißen Vikunjas

 

Das zweite Ziel des Tages war der Steinerne Baum (Árbol de Piedra) in der Siloli Wüste. Eine Felsformation die aus einem gewissen Blickwinkel an einen Baum erinnern soll, auch wenn ich persönlich eher an einen Trichter denken würde.

Weiter ging es dann zur Laguna Colorada – der bunten Lagune. Diese erhält ihren namen aufgrund der roten Algen die hier im Wasser leben.

Und weiter ging es in unserem Toyota Landcruiser durch die Anden…

bis wir bei unserer letzten Sehenswürdigkeit des Tages ankamen, nämlich dem Sol de Mañana (Morgensonne) Geothermalgebiet.

Das ist schon eine interessante Sache so ein Geysir. Nur ein paar Schritte trennen den Betrachter von einer brennheißen Brühe aus Schlamm und Schwefel, überall steigt Rauch und Dampf auf und ein beständiges Blubbern erfüllt die Luft mit einer Geräuschkulisse.

Mit den letzten Sonnenstrahlen kamen wir bei unserer Unterkunft für die Nacht an, und ich kann nur sagen, dass wir todmüde in unsere Betten gefallen sind – welche hier aus Matratzen bestanden die auf Salzblöcken gelagert waren.

In da Atacama san ma

Von Uyuni hatten wir also eine drei tägige Tour durch die Atacama Wüste gebucht, die uns zu den Sehenswürdigkeiten der Gegend führen sollte, und die letztlich in San Pedro de Atacama in Chile enden sollte. Nach dem Sonnenaufgang gab es ein Frühstuck in unserem Hotel, wo wir uns den ganzen Speisesaal mit einem einzigen anderen Pärchen geteilt haben, welches zu unserer Überraschung aus Salzburg (oder Oberösterreich – wir haben es uns leider nicht aufgeschrieben) kamen und gerade auf dem Weg von Chile nach Peru waren.

Nachdem wir uns mit ihnen gut unterhalten hatten und Restbestände von chilenischem Geld gegen Restbestände von peruanischem Geld getauscht hatten brachen wir am Vormittag zur Agenur auf, die unsere Dreitagestour organisierte.

Hier lernten wir unsere Mitreisenden kennen. Unsere Reisegruppe bestand also aus:

  • einem älterem, koreanischen Ehepaar – Pak und Ho
  • Li und Ji, beide aus China, die aber kein Pärchen waren, da sie sich erst durch diese Tour kennen gelernt hatten
  • einem österreichischem Paar – Stephan und Sandra
  • und unserem bolivianischen Reiseführer

Unsere Tour begann mit einem Besuch des alten Eisenbahnfriedhofs. Ein Bereich in der Wüste mit Abstellgeleisen, auf welchen alte Loks und Zug-Garnituren vor sich hinrosten.

Nach einer Besteigung der alten Metall-Gerippe haben wir noch eine Entdeckung gemacht. Am Himmel konnten wir einen Regenbogen beobachten, der sich kreisrund um die Sonne schlang:

Weiter ging es durch die Wüste, vorbei an Lamas und Vikunjas, mit einer kurzen Pause bei einem Markt in einer sonst verlassen und verfallen wirkenden Stadt mitten in der Wüste. Hier hat Sandra das erste Mal nach einer Panflöte Ausschau gehalten – hat aber kein Angebot bekommen das sie zufrieden stellte.

Weiter ging es nach Dakar wo wir einen riesigen Hut in der Wüste fanden:

Generell scheint es hier nicht mit rechten Dingen zuzugehen, wenn man sich ansieht wie man mal größer und mal kleiner wird:

Leider zog hier dann ein Unwetter auf, womit unser Mittagessen in Dakar leider etwas ins Wasser fiel.

Wir konnten aber zum Glück dem Regen davon fahren und hatten dann in der Wüste noch die Gelegenheit weitere interessante Fotos und Videos zu machen:

Etwas weiter kamen wir dann an eine Stelle in der Wüste, an der wir dann noch Barfuß die Wasser bedeckte Salzebene betraten. Salz ist leider kein sanfter Untergrund zu den Füßen, man kann es sich vorstellen als würde man Barfuß über eine Waschbetonplatte laufen, deren Oberfläche leider nicht aus glatten Steinchen sondern aus spitzem Schotter besteht.

Gegen Ende wurde es dann noch einmal spannend, da der Wasserstand hier nicht mehr nur zwei Zentimeter war, sondern eher dreissig, und wir uns ein wenig sorgen machen mussten dass wir nicht in ein verstecktes Schlagloch plumpsen.

Nach einer weiteren Stunde oder so kamen wir endlich in unserer Herberge für die Nacht an. Nach einer kurzen Dusche (Warmwasser ist nicht billig) fielen wir müde in die Betten, welche hier aus Salzblöcken zusammengebaut waren. Aber trotzdem sehr angenehm.

Weiter gehts im Artikel Tag2

Starlight Express

Mit dem Nachtbus ging es dann von La Paz nach Uyuni. Uyuni ist ein kleines Dorf am Rande der Salzebene in Bolivien. Diese Salzebene hat eine Besonderheit: Nachdem es geregnet hat verwandelt sie sich in den größten Spiegel der Welt.

In Uyuni haben wir nach einigem hin und her eine Tour früh morgens für Sternenhimmel und Sonnenaufgang in der Salzebene gebucht, was für mich persönlich ein Highlight war:

Im Verlauf des Vormittags brachen wir dann auf eine dreitägige Tour in Richtung San Pedro de Atacama auf…

La Paz

Die Busreise nach La Paz die uns über die Grenze von Peru nach Bolivien gebracht hat war zum größten Teil, ereignislos. Wir sind gegen Mittag aufgebrochen und haben, geschätzt gegen 17:00, die Grenze erreicht, an der wir dann gut ein bis eineinhalb Stunden gewartet haben um die Grenze passieren zu dürfen. Gegen Mitternacht in La Paz angekommen, haben wir dann ein Taxi zu unserem Hostel genommen und sind dann recht müde ins Bett gefallen.

Nach dem Aufstehen haben wir uns erst mal um unsere Weiterreise nach Uyuni am nächsten Tag gekümmert und dabei das Haus der Demokratie entdeckt.

Am Nachmittag haben wir uns La Paz im Rahmen einer Walking-Tour zeigen lassen. Eine Besonderheit von La Paz (und der Region), was im übrigen „Der Friede“ bedeutet oder richtiger „Die Friede“, ist dass hier sehr „friedliche“ Warnungen für Diebe die Straßen zieren, die eben diese von der lokalen Lynch-Justiz in Kenntnis setzen.

Eine weitere Besonderheit ist das Gondelbahn Verkehrsnetz. Gebaut von der österreichischen Firma Doppelmayr, ist dieses Seilbahn-Netz ein wichtiges öffentliches Verkehrsmittel, ähnlich wie in anderen Städten U-Bahnen. Da die Seilbahn über mehrere hundert Meter Höhendifferenz zwischen der „oberen“ und „unteren“ Stadt überwindet, ist das auch teilweise notwendig. Eine der Stationen lag beispielsweise auf 3689 Meter Höhe.

Dieses Bild enthält ein Auto dass links in einer Felsspalte klemmt!

Quasi nur einen Seilbahnsprung entfernt von La Paz selbst kann man in sich auf dem „Black Market“ in El Alto nach einem Schnäppchen umsehen. Hier findet man einen Markt, der sich über viele, viele Straßen hinweg erstreckt. Von Elektronik, Kleidung, Essen bis hin zu Gebrauchtwagen kann man hier alles erwerben. Das besondere an diesem Markt (der Donnerstags und Sonntags stattfindet) ist neben der Tatsache, dass es der Größte in ganz Bolivien mit mehreren Quadratkilometern Ausdehnung ist, dass die Verkäufer (angeblich) keine Steuern zahlen müssen. Gesprochen wird hier übrigens sehr viel Aimara, die ursprüngliche Sprache der Region. Auch die traditionelle Kleidung der indigenen Frauen, der sogenannten „Cholitas“ ist in El Alto fast schon Standard.

Die Autos hier sind zum Kauf ausgestellt.

Danach ging es weiter zum Hexenmarkt. Wer an so etwas glaubt kann sich hier einen Hexenmeister suchen um seine (die Hexen hier sind vorwiegend Männer) Dienste in Anspruch nehmen. Diese Dienste reichen vom Lesen der Zukunft aus den Coca-Blättern, Reinigung von Unglück und Flüchen, Liebeszaubern bis hin zu Flüchen für den Erzfeind. Natürlich alles mit Garantie!

Zutaten für einen Hexenzauber

Ein Hexer und das Schild auf dem er seine Dienste auflistet.

Noch ein paar Worte zu den Cholitas, über die wir hier ein paar Sachen gelernt haben. Eine Cholita ist eine Frau mit indigenen Wurzeln (wie Wikipedia das beschreibt) die sich in die traditionellen Kleider mit Schürze und mehrere Lagen an Röcken kleidet und eine Melone (den runden Hut) trägt. Ihnen wird von der bolivianischen Bevölkerung gehöriger Geschäftssinn zugeschrieben und es ist Tradition, dass in einer Familie die Cholita das gesamte Geld verwaltet.

So ist zumeist die Obst- und Gemüsehändlerin des Vertrauens eines La Paz Bewohners auch häufig eine Cholita. Diese Obsthändlerinnen sind eine Institution für sich, den ihnen werden die Lebens- und Leidensgeschichten ihrer Kunden erzählt und sie kennen ihre Kunden auch sehr genau. Diese Beziehung geht sogar soweit, dass Einkaufen bei einer anderen Händlerin fast schon wie Fremdgehen betrachtet wird. So hat uns das zumindest unser Walking-Guilde erzählt und uns auch prompt bei seiner Obsthändlerin vorgestellt.

Am Weg zurück machte uns unser Guide noch auf größere Bauprojekte aufmerksam, in denen ein mehrstöckiges Wohn- oder Geschäftsgebäude errichtet wird, auf dessen Spitze dann ein kleines Häuschen für den Privatgebrauch der gebaut wird, das scheint in La Paz ein gängiges Geschäftsmodell zu sein.

Nach unserer Walking-Tour gab es noch einen kurzen Ausblick über die Stadt,

wir sind an einer politischen Kundgebung vorbei gekommen,

und einem Hinweis unseres Guides folgend haben wir uns noch Häuser aus der Kolonialzeit angeschaut die im spanischen Stil erbaut wurden.

Danach ging es auch schon weiter, mit dem Nachtbus nach Uyuni…

Von Titicaca und Jungfrauen

Von Cusco ging es dann weiter nach Puno am Titicaca-See.

Der Titicaca-See liegt ja zu ca. 50% in Bolivien, wobei Peru und Bolivien natürlich behaupten dass es nicht genau 50% sind und jeweils behaupten das größere Stück des Sees im eigenen Land zu haben. Hier haben wir wieder einige Tage verbracht um uns ein wenig von Montezumas Rache zu erholen. Ich sag nur Nudelsuppe im Plastiksackerl.

Eine der Sehenswürdigkeiten oder See-enswürdigkeiten der Gegend sind die schwimmenden Inseln der Uros. Die Uros, auch wenn sie einiges der Kultur und Religion der Inkas angenommen haben, waren ein Volk im Inka-Reich, das nie ganz von den Inkas erobert werden konnte. Grund dafür sind nämlich ihre schwimmenden Inseln. Auf diese Schwimmenden Plattformen aus Schilf, haben sich nämlich die Uros zurück gezogen als die Inkas mit ihrer Armee aufmarschiert sind – so zumindest die Erzählung unserer Tourguides. Wir haben auch ein paar dieser Inseln besucht und uns wurde erzählt, dass das Schilf hier für eine Menge an Verwendungszwecken eingesetzt wird: Essen, Gebrauchsgegenstände, Inselbau, Gebäudebau, Schiffsbau und sogar Medizin.

Danach haben wir ein Abendessen gemeinsam mit unserer neuen Bekanntschaft, Lea aus Deutschland, eingenommen und ich hab mich getraut eine lokale Spezialität, nämlich Meerschweinchen zu probieren – würde ich persönlich nicht mehr tun.

Am Abend haben wir uns dann noch die Umzüge des Festivals „Festividad de la Virgen de la Candelaria“ also dem „Fest der Heiligen Jungfrau“ angesehen. Hier ziehen verschiedene Brauchtumsgruppen mit Musik und Tanz durch die Stadt um dann am Ende vor der Kirche vorbei zu ziehen. Es sind da auch einige dabei wo die Tänzerinnen barfuß unterwegs sind, was ich persönlich eine beachtliche Leistung finde, bei einem so langen Weg durch die Stadt und unter ständigem Drehen.

Mit dem Bus ging es dann von Puno über die Grenze nach Bolivien und dort nach La Paz. Jedoch nicht ohne vorher noch die Moped-Taxis in Puno auszuprobieren:

The empires new groove

Der Sage nach vom ersten Inka gegründet (der Inka ist der König des Volkes das wir landläufig als die Inkas bezeichnen) galt Cusco seiner Zeit als Nabel der Welt und war die Hauptstadt des Inka Imperiums. Die Sprache der Inka, Quechua, wird bis heute von Millionen Menschen in Peru gesprochen. Am Flughafen wird man gleich mit Coca-Blatt-Tee begrüßt um den Neuankömmlingen den Übergang auf die dünne Luft zu erleichtern. (Uns wurde erzählt, dass die Fußballmanschaft von Cusco, obgleich sie nicht besonders gut ist, dank der dünnen Luft angeblich noch nie ein Heimspiel verloren. Ob das stimmt haben wir dann aber nicht überprüft.) Die Coca-Blätter waren im übrigen schon zu Zeiten der Inkas bekannt und konnten damals in manchen Regionen als Zahlungsmittel verwendet werden.

In der Stadt selbst spielt abgesehen vom überall vorhandenen Coca, eine ganz andere Melodie als zu Inkas Zeiten. Im Gegensatz zu früher wo mit Gütern getauscht wurde (u.a. eben Coca-Blätter) herrscht hier heute, wie überall, der Mammon. Alle paar Meter gibt es Leute (von uns liebevoll Reinschmeißer genannt) die die Gerichte eines Restaurants, die Touren einer Agentur anpreisen, und wenn sie das nicht tun, dann sind es Massagen oder Bilder die angeboten werden.

Hier haben wir die nähere Umgebung von Cusco historisch abgegrast.

Am Ankunftstag haben wir gleich eine City Tour gemacht und am nächsten Tag ging es über einige Stationen mit Quechua Hintergrund das Sacred Valley entlang nach Aguas Calientes. Natürlich gibt es bei jeder Station die Möglichkeit irgendwelchen Kram zu kaufen, reichend von der CD der Panflöten Musiker, die Glücksbringer am Lederband, Fotos mit den Lamas, Ponchos und anderes Gewand bis hin zu allen möglichen lokalen Essenssachen wie gebratener Mais oder irgendwelche Kuchen.

In Aguas Calientes konnten wir uns nach einer Übernachtung auch endlich am folgenden Morgen zum Machu Pucchu auf machen. Ja, wieder früh (4:00) aufstehen und zum Bus:

Tickets zum Machu Picchu, wie zu den Wanderwegen in der Umgebung sind für jeden Tag auf eine gewisse Anzahl beschränkt um die Ruinen besser erhalten zu können. Aus diesem Grund gibt es auch eine Vormittags-Charge und eine Nachmittags-Charge. Das Gelände ist so organisiert, dass es viele „Einbahnen“ gibt die man nur in eine Richtung begehen soll, was auch von vielen Machu Picchu Wachleuten durchgesetzt wird. Das führt dazu, dass man wenn man einmal an einem gewissen Bereich des Eingangs vorbei ist diesen halt kein zweites Mal sehen kann, wenn man nicht nochmal beim Eingang herein kommt. Zum Glück darf man mit jeden Ticket genau zwei Mal das Gelände betreten.

Unser Vormittag bis Mittag war geprägt von unserer Besteigung des Wayna Picchus (Junger Berg) bzw. Huayna Picchus. Hier haben wir dann darauf gewartet dass sich der Nebel lichtet und wir ein paar hübsche Fotos von Machu Picchu selbst erhaschen können.

Der Nachmittag war geprägt  von Regen (immerhin ist gerade Regenzeit) und unserer ganz privaten Tour durch die Ruinen. Wir haben es dann gerade noch rechtzeitig geschafft das Machu Picchu Gelände ein zweites Mal zu betreten. Die Tour enthielt den Tempel für Inti, den Sonnengott, den Tempel der Pachamama die Göttin der Erde und des Gottes des Kosmos, die Sonnenuhr, den Astronomen Spiegel und viele interessante Geschichten über die damalige Zeit. Im Übrigen, der Grund warum die Ruinen hier so gut erhalten sind, (im Gegensatz zu überall sonst) ist, dass die Spanier Machu Picchu niemals gefunden haben. Die Ruinen selbst wurden erst vor etwas mehr als 100 Jahren wieder-gefunden und waren davor nur den lokalen Bauernfamilien bekannt. Als die Forscher die lokalen Familien fragten, wie denn die Stadt hieße, meinten sie – sie hätten Sie nach dem Berg dahinter „der Alte Berg“ genannt, so kam es zum Namen Machu Picchu. Der ursprüngliche Name von Machu Picchu ist somit nicht mehr bekannt.

Wir haben außerdem einen kleinen Umweg zur Inkabrücke gemacht, über die in der frühen Zeit der Inkaweg zur Stadt geführt hat. Diese Zugbrücke ist leider seit einem Erdbeben vor ein paar Jahren, nicht mehr begehbar. (Kleines Detail am Rande: Die Gebäude der Inka wurden bereits damals erdbebensicher gebaut.)

Dann ging es wieder zurück zum Nabel der Welt wo wir dann einen ruhigen Tag im Hostel Casa de Mama Cusco verbrachten und schließlich mit dem Bus nach Puno aufbrachen.

Zur Casa de Mama Cusco kann ich nur sagen: Nettes Hostel, die Gegend darum herum wirkt aber nicht unbedingt vertrauenserweckend.

Ein Königreich für ein Lama!

Von Kalifornien aus ging dann unser nächster Flug nach Peru mit einem Zwischenstop in Mexiko. Von dem kleinen Detail, dass für die Einreise nach Peru ein Nachweis der Weiterreise notwendig ist, also eine Reservierung eines Busses, Fluges oder sonstiges haben wir am Flughafen Mexiko City erfahren wo wir dann prompt noch den Flug von Lima nach Cusco buchen mussten.

In Lima selbst haben wir dann ein bisschen Zeit verbracht, ich hab zum zweiten Mal auf dieser Reise einen Barbier aufgesucht um meinen Bart stutzen zu lassen und wir haben den Strand besucht. Ansonsten hat sich Peru aber schon eher als langsam abgezeichnet.

Sandra hat am ersten Tag gleich mal drei Stunden mit Warten verbracht um eine SIM Karte zu bekommen, nachdem wir die Eintrittskarten für Machu Picchu reserviert hatten, hat Sandra nochmal eine Stunde bei der Banco de la Nacion angestanden um diese zu bezahlen und im Supermarkt sind wir jedesmal bei der Kasse gestanden und haben gewartet, dass das eine funktionierende Kreditkartenlesegerät (das zwischen den Kassen hin und her gereicht wurde) endlich bei unserer Kasse den Kunden vor uns bedienen konnte.

Kurz, unser erster Eindruck war, dass wir hier viel Zeit mit warten verbringen würden.

Unser Wecker läutete also am Morgen des Abfluges von Lima um 2:30. Denn um 3:00 würde das Taxi vor der Tür auf uns warten um uns zum Flughafen zu bringen wo um 6:00 unser Flug gehen würde.
Schlaftrunken stiegen wir in das Taxi, übermüdet warteten wir in der Schlange von Viva Air auf unsere Bordkarte und setzten uns bei unserem Abflugs-Gate in den Wartebereich. „Hmmm, sollte uns das beunruhigen, dass da heute schon mehrere Flüge nach Cusco ausgefallen sind?“

Um 04:30 wurde dann eine Verspätung angekündigt, unser Flug würde dann also um 7:00 gehen… um 8:00 wurde unser Flug dann gänzlich abgesagt und wir wurden auf einen Flug um 14:00 am selben Tag vertröstet.

Unsere Wartezeit bis 14:00 verbrachten wir mit Pizza, etwas Schlaf und mit Alex einem Leidensgenossen auf unserem Flug. Als wir um 14:30 endlich das Flugzeug bestiegen, dachten wir, dass jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen sollte…. ja denkste!

Unser Airbus ist nach einiger Zeit auf dem Flugfeld dann wieder zum Terminal zurück gekehrt weil der Bordcomputer leider defekt war und dieser leider nicht vom Bodenpersonal repariert werden konnte. Und ja, sie haben es versucht, wir saßen dafür eine gute Stunde im Flieger.

Nachdem wir also wieder am Gate angekommen waren, dauerte es sage und schreibe 5 Stunden bis 21:00 Uhr – eine Zeitspanne in der immer jemand von uns drei (hauptsächlich Sandra oder Alex, aber auch manchmal kurz ich) angestanden ist, bis die Fluglinie es geschaft hat uns mitzuteilen, dass es an diesem Tag keinen Flug mehr gab und wir in einem Hotel für die Nacht untergebracht würden. Die angestellten hatten zum Zeitpunkt unseres Aufbruches aus dem Securitybereich unsere Bordkarten eingesammelt und es war nicht nur uns, sondern auch einigen unserer Mitreisenden etwas mulmig dabei, ohne Ausfallsbestätigung, ohne Bordkarte, ohne neues Ticket … sprich ohne irgendwas den Security Bereich wieder zu verlassen.

Wir wurden  dann mit einem Bus tatsächlich zu einem Luxushotel gefahren wo es dann endlich mal Abendessen gab. Uns wurde mitgeteilt, dass uns ein Bus am nächsten Morgen um 4:00 abholen würde und nach dem Abendessen ging es deshalb diesmal rasch ins Bett.

Der nächste Morgen hat dann zumindest so weit gut angefangen dass der Bus uns tatsächlich abgeholt hat. Aber das war es dann auch schon, denn am Flughafen angekommen bekamen wir am Schalter von VivaAir die Aussage dass man nichts von uns wisse und, dass wir doch ein Ticket kaufen könnten. Das hat dann doch einiges an Empörung bei unseren Mitreisenden ausgelöst die daraufhin lautstark und in Spanisch auf die Damen am Schalter einredeten.

Mittlerweile wären wir wohl auch mit einem von einem Lama gezogenem Fuhrwerk in Cusco angekommen.

Sandra hat hier einen sehr pragmatischen Ansatz verfolgt und der ganzen Gruppe an Reisenden den Tag gerettet: Sie hat nämlich die einzelnen Schalter der verschiedenen Fluglinien abgeklappert und hat tatsächlich die Airline gefunden bei der Viva uns alle neu gebucht hatte.

Ab da ging dann alles sehr flott: Ab nach Cusco auf über 3400 Metern Seehöhe.

Hawaii – Honolulu – Luau

Übers neue Jahr waren wir also in Hawaii. Ganz speziell auf der Insel Honolulu auch bekannt als Oahu. Wir haben zuvor erfahren dass jede der hawaiianischen Inseln ihren eigenen Charm und Charakter hat. Wir haben uns also für Honolulu entschieden. Der Flug war immerhin auch schon gebucht (mit dem Hintergrund ein paar entspannte Tage dort zu verbringen). Erst kurz vor Abflug haben wir uns mit Unterbringung auf der Insel auseinander gesetzt…. böses Erwachen! Erstens ist Hawaii ja schon US-amerikanisch womit der Kapitalismus hier mit eiserner Faust regiert und andererseits gilt das Neujahr überall als Hauptsaison. Unsere Unterkunft auf Honolulu lag also preislich ein „kleinwenig“ über dem was wir bisher im Schnitt pro Nacht gezahlt hatten. Dafür war das Hotel dann halt auch ziemlich luxuriös.

Einerseits gibts hier so pyramidenspielartige „Time-Share“ Systeme die einem Zeug schenken wenn man sich deren Vortrag anhört in der Hoffnung, dass man dann auch ziemlich viel Geld bei ihnen lässt. – Ja, wir haben das Zeug angehört – Nein, wir haben nichts gekauft.

Andererseits gibt es alle paar Meter, am Strand und in den Straßen, Leute die einem Touren, Elektrobike fahrten oder Zeug andrehen wollen. Kurz es gibt genügend Gelegenheit hier Geld auszugeben.

Kurz umrissen was wir auf Hawaii gemacht haben.

Erstens eine Schnorcheltour mit Walen, Delphinen und Schildkröten:


Delphine:

Schildkröte:

Wale:

Zweitens sind wir mit einem Mietauto um die Insel herum gefahren und haben uns die Strände im Norden und das Polinäsische Kulturzentrum angeschaut.


Sogar mit Gesang:

Kleines Detail am Rande: Die Firma Dole (In unseren Breiten vor allem durch Bananen bekannt) hatte hier ihre ersten Ananas Plantagen. Heute gibt es hier ein großes Besucherzentrum in welchem man jede Menge Ananasprodukte kaufen kann. Ausserdem befindet sich hier das angeblich größte Labyrinth der Welt (zumindest im Jahr 2008) das „Dole Ananas Labyrinth“ durch welches wir uns natürlich auch ein Wettrennen geliefert haben 🙂

Drittens haben wir am letzten Tag noch eine kleine Wanderung zum erloschenen Vulkan gemacht.

 und danach ein Luau besucht. Das ist so das was man aus den Filmen und Fernsehen kennt, mit den Blumenketten, dem Essen, den hawaiianischen Tänzern und einer Feuershow.


Ach ja, dann war auch irgendwann mal der Jahreswechsel:

Zusammenfassend haben wir hier ein paar klassische, erholsame Urlaubstage eingelegt 🙂

Syd-Yay

Vom 29. bis zum 31. Dezember waren wir dann in Sydney. Dass JetStar uns am Flug hierher wieder unser gesamtes Gewand hat anziehen lassen muss ich glaub ich nicht extra dazu sagen.

Unser Aufenthalt hier war sehr familiär. Sandras Tante hat uns vom Flughafen abgeholt und durch die Stadt gefahren. Nach einem kurzen Aufenthalt in unserer Herberge wurden wir von dort wieder abgeholt und wir sind zum Haus der Schwester von Sandras Tante gefahren wo wir zu einer Sabbatfeier (ein jüdisches Freitag-Abendessen) eingeladen wurden.

Am nächsten Morgen sind wir dann nach einem gemeinsamen Frühstück mit Sandras Onkel den Bondi Beach, welcher vor allem für seine Surfer bekannt ist, entlang spaziert bevor wir am späten Vormittag dann zu zweit mit der Fähre zum Opernhaus in Sydney gefahren sind.

Anschließend haben wir dann unseren Auftrag aus Österreich erfüllt und nachgesehen ob der Luna-Park, ein kleiner Vergnügungspark gegenüber des Opernhauses in Sydney noch steht. Liebe Brigitta: der Park steht tatsächlich noch!

Danach ging es mit Sandras Onkel und ihrem Cousin nochmal an den Strand, diesmal an den Manly Beach. Hier sind wir dann das erste und einzige mal in Australien ganz normal baden gegangen (ohne Flossen und Schnorchel).

Den Morgen des 31. haben wir dann mit einer Wanderung durch den Lane-Cove-Nationalpark verbracht.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit der gesamten Familie ging es dann auch schon wieder zum Flughafen um mal einen Teil der Strecke über den Pazifik zurückzulegen.